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Pharma und Medizin

Beleuchtung für Maschinelles Sehen bei der pharmazeutischen und medizinischen Prüfung

  • Validierte, fehlerfreie Prüfung von Blisterpackungen, Ampullen, Spritzen und Etiketten.
  • Transparentes und reflektierendes Glas sowie Kunststoff, bei denen Durchlicht erforderlich ist.
  • Manipulationssicherheit und Serialisierung mit vollständiger Rückverfolgbarkeit überprüft.
  • Je nach Art des Defekts werden Techniken wie Hintergrundbeleuchtung, Streulicht, UV-Licht und Dunkelfeld eingesetzt.
  • Jeder künftige Anwendungshinweis wird mit den entsprechenden RODER-Produkt- und Technologie-Seiten verlinkt sein.

Die pharmazeutische und medizinische Produktion erfordert strengste Prüfverfahren in der Fertigung. Da die Patientensicherheit auf dem Spiel steht, müssen jeder Behälter, jede Dosis und jedes Etikett überprüft werden. Darüber hinaus verlangen die Aufsichtsbehörden validierte Prozesse und lückenlose Rückverfolgbarkeit. Daher müssen das Maschinelle Sehen und die dazugehörige Beleuchtung zuverlässig, wiederholbar und dokumentiert sein. Dieser Branchen-Hub stellt die Prüfaufgaben in pharmazeutischen und medizinischen Produktionslinien vor. Zudem verknüpft er jede Aufgabe mit der empfohlenen Technik und den passenden Roder Vision-Produkten. Kurz gesagt: Er ist der Einstiegspunkt für Ingenieure, die Blister-, Fläschchen-, Spritzen- und Medizinproduktelinien beleuchten. Darüber hinaus bündelt er das Branchen-Know-how an einem übersichtlichen Ort.

Warum die pharmazeutische Inspektion von entscheidender Bedeutung ist

Sicherheit steht an erster Stelle. Ein fehlendes Tablet oder eine zerbrochene Ampulle kann einem Patienten schaden, daher liegt die Toleranz für Mängel praktisch bei Null. Folglich erfolgt die Prüfung zu hundert Prozent und nicht stichprobenartig. Daher bildet eine stabile Beleuchtung die Grundlage jeder Entscheidung.

Die Regulierung ist der zweite treibende Faktor. Die Gute Herstellungspraxis (GMP) verlangt validierte, dokumentierte und reproduzierbare Systeme. Daher muss die Beleuchtung über die Zeit und über verschiedene Maschinen hinweg eine konstante Intensität aufweisen. Andernfalls könnte eine Abweichung der Beleuchtungsstärke den qualifizierten Prozess ungültig machen.

Materialien stellen den dritten Einflussfaktor dar. Glasfläschchen, durchsichtige Ampullen und PET-Spritzen lassen Licht auf komplexe Weise durch und reflektieren es. Aufgrund dieses Verhaltens werden in der Regel Durchlicht- und Diffuslichtgeometrien bevorzugt. Zudem kann die richtige Wellenlänge Merkmale sichtbar machen, die für das Auge nicht erkennbar sind.

Die Umgebung ist der vierte entscheidende Faktor. Reinräume erfordern Geräte, die keine Partikel abgeben und keinen Schmutz anziehen. Daher müssen die Gehäusekörper der Beleuchtungseinheiten glatt, abgedichtet und leicht zu reinigen sein. Zudem schützt eine geringe Wärmeabgabe temperaturempfindliche Produkte. Folglich eignet sich eine gut konzipierte LED-Beleuchtung besonders gut für diese kontrollierten Räume.

Die wichtigsten Inspektionsaufgaben

Dieser Bereich umfasst mehrere wiederkehrende Aufgaben. Zunächst wird bei der Blisterprüfung überprüft, ob in jeder Vertiefung eine Tablette vorhanden ist, ob diese unversehrt ist und die richtige Farbe aufweist. Anschließend wird bei der Behälterinspektion auf Risse, Absplitterungen und Maßabweichungen bei Fläschchen, Ampullen und Spritzen geprüft. Darüber hinaus wird bei der Füllstandskontrolle die korrekte Dosierung in transparenten Behältern überprüft.

Ebenso entscheidend ist die Partikelerkennung. Hier macht eine Dunkelfeld- oder Hintergrundbeleuchtung in einer injizierbaren Flüssigkeit schwebende Fremdpartikel sichtbar. Darüber hinaus werden im Rahmen der Etiketteninspektion Text, Chargennummern und Seriennummern zur Fälschungssicherung überprüft. Schließlich wird durch die Überprüfung der Verschlüsse und der Manipulationssicherung sichergestellt, dass die Verpackung sicher und unbeschädigt ist, bevor das Produkt freigegeben wird.

Medizinprodukte erfordern eigene Prüfverfahren. So müssen beispielsweise der Aufbau der Spritze, das Vorhandensein der Nadel und die Skalenmarkierungen präzise überprüft werden. Darüber hinaus wird die Verpackung von Einwegprodukten auf die Unversehrtheit der Versiegelung geprüft. Daher gelten dieselben Beleuchtungsgrundsätze sowohl für Arzneimittel als auch für medizinische Geräte.

Empfohlene Beleuchtungstechniken

Jede Aufgabe ist einer bestimmten Geometrie zugeordnet. Bei Füllständen, Rissen und Partikeln in durchsichtigen Behältern sorgt eine Hintergrundbeleuchtung für den klarsten Kontrast. Bei glänzenden Blisterverpackungen und gewölbten Fläschchen unterdrückt die Diffuse Beleuchtung Reflexionen. Zum Code-Lesen auf runden Behältern sorgt ein Ringlicht für eine symmetrische Ausleuchtung.

Das Spektrum erweitert den sichtbaren Bereich. So löst beispielsweise ultraviolettes Licht eine Fluoreszenz aus, wodurch Undichtigkeiten und Sicherheitsmarkierungen sichtbar werden. Im Gegensatz dazu macht die Dunkelfeldbeleuchtung Kratzer und schwebende Partikel deutlich. Daher werden Geometrie und Wellenlänge stets gemeinsam entsprechend der jeweiligen Aufgabe ausgewählt.

Geschwindigkeit und Stabilität runden das Design ab. Da Abfüllanlagen schnell arbeiten, läuft die Beleuchtung häufig im gepulsten Modus, um Bewegungen einzufrieren. Darüber hinaus sorgt ein stromstabilisierter Treiber dafür, dass die Helligkeit während der Validierung und Produktion konstant bleibt. Dadurch behält das System seine Eignung auch über lange Produktionskampagnen hinweg bei.

Empfohlene VISIOTRONIX-Beleuchtungen

Vier Beleuchtungsserien decken die meisten Prüfaufgaben in Pharmazie und Medizintechnik ab. Die folgende Tabelle verweist auf die jeweilige Produktseite und nennt die Aufgabe, die die Serie in der Linie übernimmt.

SerieBeleuchtungsfamilieTypischer Einsatz
LED-Durchlichtbeleuchtungen der Serie BL3 für die Pharma- und MedizinprüfungBL3-SerieLED-DurchlichtbeleuchtungenDurchlicht für Füllstand, Risse und Partikel in transparenten Behältern
LED-Flat-Dome-Beleuchtungen der Serie FD2 für die Pharma- und MedizinprüfungFD2-SerieLED-Flat-Dome-BeleuchtungenDiffuses Domlicht, das Reflexionen auf Blistern und gewölbten Vials unterdrückt
LED-Ringbeleuchtungen der Serie DC6 für die Pharma- und MedizinprüfungDC6-SerieLED-RingbeleuchtungenSymmetrisches Licht rund um das Objektiv zum Lesen von Codes auf runden Behältern
LED-Ringbeleuchtungen der Serie DC2 für die Pharma- und MedizinprüfungDC2-SerieLED-RingbeleuchtungenDunkelfeldlicht, das Kratzer und schwebende Partikel hervorhebt

Bei den meisten pharmazeutischen und medizinischen Anwendungen kommt eine ausgewählte Gruppe von Beleuchtungseinheiten zum Einsatz. Für die Überprüfung des Füllstands, von Partikeln und der Behälterintegrität wählen Sie LED-Hintergrundbeleuchtungen. Bei runden Behältern und beim Code-Lesen verwenden Sie LED-Ringbeleuchtungen. Um Blendeffekte auf glänzenden Blisterverpackungen zu vermeiden, sollten Sie LED-Flachkuppelbeleuchtungen in Betracht ziehen.

Werden Fluoreszenz oder fokussierte Prüfungen benötigt, helfen LED-Spotbeleuchtungen und kundenspezifische UV-Konfigurationen. Über die Katalogoptionen hinaus bietet VISIOTRONIX technische Unterstützung für validierte, OEM- und Sondergeometrien. In der Praxis macht die richtige Kombination aus Geometrie, Wellenlänge und Stabilität aus einer kritischen Prüfung eine dokumentierte, wiederholbare Kontrolle. Gehen Sie daher von der Aufgabe aus, die zu Ihrer Linie passt, und folgen Sie anschließend den Links zu den Technologie- und Produktseiten.

Validierung, Serialisierung und Rückverfolgbarkeit

Die Serialisierung ist mittlerweile in vielen Märkten gesetzlich vorgeschrieben. Daher ist jede Verpackung mit einem eindeutigen, lesbaren Code zur Rückverfolgung versehen. Zudem muss der Code die Handhabung unbeschadet überstehen und auch bei hoher Geschwindigkeit lesbar bleiben. Aus diesem Grund ist eine kontrollierte, blendfreie Beleuchtung für ein zuverlässiges Auslesen unerlässlich.

Die Dokumentation vervollständigt den Arbeitsablauf. Jedes Prüfergebnis und jedes Bild wird für Audit- und Freigabezwecke protokolliert. Darüber hinaus wird die Beleuchtungskonfiguration als Teil der qualifizierten Konfiguration erfasst. Dadurch unterstützt die reproduzierbare Beleuchtung sowohl die Erkennung als auch die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Anwendungshinweise für die Pharma- und Medizinbranche

Die ausführlichen Anwendungshinweise für diesen Bereich befinden sich derzeit in Vorbereitung. In Kürze wird jeder Hinweis eine bestimmte Inspektion, die empfohlene Beleuchtung sowie die entsprechenden RODER-Produkte beschreiben. In der Zwischenzeit bieten die Technologie- und Produktlinks auf dieser Seite bereits eine Orientierungshilfe bei den wichtigsten Entscheidungen.

Häufig gestellte Fragen

Mit welcher Beleuchtung lassen sich Partikel in injizierbaren Flüssigkeiten nachweisen?

Für die Partikelerkennung eignen sich Dunkelfeld- oder Konfigurationen mit Hintergrundbeleuchtung am besten. Da die Partikel das durchgelassene Licht streuen oder abschirmen, erscheinen sie vor einem sauberen Hintergrund als helle oder dunkle Punkte. Dadurch werden Fremdkörper deutlich sichtbar.

Wie wird die Beleuchtung im Rahmen einer GMP-Inspektion validiert?

Die Gute Herstellungspraxis (GMP) schreibt eine stabile, dokumentierte Beleuchtungsstärke vor. Daher muss die Lichtquelle eine konstante Beleuchtungsstärke aufweisen und als Teil der qualifizierten Konfiguration erfasst werden. Stromstabilisierte Treiber und eine reproduzierbare Montage unterstützen diese Validierung.

Warum wird UV-Licht bei der pharmazeutischen Inspektion eingesetzt?

Ultraviolettlicht löst in vielen Materialien und Markern eine Fluoreszenz aus. Dadurch können Lecks, Sicherheitsmarkierungen und bestimmte Verunreinigungen sichtbar gemacht werden, die unter weißem Licht unsichtbar bleiben. Aus diesem Grund ist UV-Licht eine nützliche Ergänzung zu Hintergrundbeleuchtung und Diffusoren.

Wie lese ich Serialisierungscodes auf runden Fläschchen ab?

Runde Fläschchen weisen eine gewölbte Oberfläche auf und erzeugen Reflexionen. Ein Ringlicht sorgt für eine symmetrische, ausrichtungsunabhängige Ausleuchtung, während ein Diffusor Blendeffekte reduziert. Dadurch bleibt der Serialisierungscode auch bei Liniengeschwindigkeit scharf und lesbar.

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