
UV-LED-Beleuchtung für die Fluoreszenzprüfung
- Die Wellenlängen 365 nm und 395 nm regen unterschiedliche Fluorophore an.
- Die Lecksuche findet winzige Fluoreszenzmarker-Leckagen mit hoher Helligkeit.
- Sicherheitsmarker werden bei Produktionsgeschwindigkeit verifiziert.
- Kleb- und Dichtstoffraupen werden auf Kontinuität geprüft.
- Abgedeckt durch die UV-Beleuchtungen RODER DL6, DC6, DL5 und FD2.
Ultraviolett-LED-Beleuchtung eröffnet Anwendungen, die mit sichtbarem Licht nicht realisierbar sind. Viele Materialien, Tinten, Beschichtungen und biologische Substanzen fluoreszieren unter UV-Licht. Sie absorbieren UV-Photonen und strahlen sichtbares Licht wieder ab. Daher erfasst eine Standardkamera diese Emission problemlos. Als Ergebnis werden unsichtbare Merkmale mit einem sehr hohen Kontrast vor einem dunklen Hintergrund sichtbar.
UV-Wellenlängen in der industriellen Bildverarbeitung
Industrielle UV-Beleuchtungen arbeiten in zwei Hauptbändern: 365 nm und 395 nm. Die Wahl zwischen beiden beeinflusst die Leistung erheblich. Daher sollte sie auf das verwendete Fluorophor abgestimmt sein.
UV-Beleuchtung mit 365 nm
Licht bei 365 nm liegt fest im UV-A-Band. Daher regt es eine breite Palette von Fluorophoren effizient an. Dies hat jedoch einen Nachteil: Die LED-Effizienz bei 365 nm ist geringer als bei längeren UV-Wellenlängen. Folglich sind mehr LEDs oder ein höherer Strom erforderlich, um die gleiche Bestrahlungsstärke zu erzielen. Dadurch wird das Wärmemanagement in diesem Fall noch kritischer.
UV-Beleuchtung mit 395 nm
Licht bei 395 nm grenzt an das sichtbare Spektrum. Daher nimmt das menschliche Auge es als schwaches violettes Leuchten wahr. Auch die Kamera erfasst es teilweise. Ihr Vorteil liegt in einer höheren LED-Effizienz und Bestrahlungsstärke bei gleicher Leistung. Zudem sprechen viele Fluoreszenzmarker und Sicherheitstinten gut darauf an.
Diese teilweise Sichtbarkeit hat eine Konsequenz: Konkret ist ein Kurzpassfilter oder ein Bandpassfilter auf dem Objektiv erforderlich. Der Filter blockiert das Anregungslicht und lässt nur die Fluoreszenz passieren. Ohne diesen Filter überlagert der 395-nm-Hintergrund das Signal. Daher bietet RODER Vision sowohl 365 nm als auch 395 nm an, um dem jeweiligen Fluorophor gerecht zu werden.
Fluoreszierende Lecksuche
Die Lecksuche mit Fluoreszenzmarkern ist eine anspruchsvolle UV-Aufgabe. Eine geringe Menge an UV-fluoreszierendem Farbstoff wird der Flüssigkeit oder dem Gas zugesetzt. Anschließend wird die Außenseite des Systems unter UV-Licht erfasst. Der ausgetretene Fluoreszenzmarker fluoresziert intensiv. Daher heben sich selbst kleinste Leckstellen deutlich vom dunklen Hintergrund ab.
Hydraulische und pneumatische Systeme
Hydrauliksysteme nutzen Fluoreszenzmarker-Farbstoffe, um winzige Leckagen zu finden. Diese treten an Schläuchen, Verbindern, Dichtungen und Wärmetauschern auf. Der Farbstoff wird in einer Konzentration von 0,1 % bis 0,5 % hinzugefügt. Nach dem Betrieb unter Druck wird die Außenseite unter UV-Licht erfasst. Daher fluoresziert bereits ein einzelner Tropfen und wird sofort erkannt.
Die industrielle Bildverarbeitung ersetzt die manuelle Prüfung mit UV-Lampen bei hohen Produktionsvolumina. Eine automatisierte Station erfasst das Bauteil an definierten Positionen. Der Algorithmus erkennt fluoreszierende Flecken oberhalb eines Schwellenwerts für Größe und Intensität. Daher klassifiziert er jeden Fleck und löst bei bestätigten Leckagen den Ausschuss aus.
Kälte- und Klimatechnik
Diese Systeme erfordern vor dem Versand eine 100%ige Lecksuche. UV-Fluoreszenzmarker-Farbstoffe sind mit den meisten Kältemitteln und Ölen kompatibel. Das System wird mit dem markierten Kältemittel befüllt und unter Druck gesetzt. Daher prüft die UV-Bildverarbeitung anschließend Lötverbindungen, Ventilanschlüsse und Rohrdurchführungen.
Verifizierung von Sicherheitsmarkern und Authentifizierungsprüfung
Sicherheitsmarker sind unter weißem Licht unsichtbar, fluoreszieren jedoch unter UV-Licht. Sie werden häufig zur Authentifizierung, Dokumentensicherung und zum Markenschutz eingesetzt. Daher kann die UV-Bildverarbeitung ihre Präsenz, Position und ihren Inhalt überprüfen – und das bei voller Produktionsgeschwindigkeit.
Authentifizierung von Pharma-Etiketten
Pharma-Etiketten tragen oft UV-Sicherheitsmerkmale. Dazu gehören UV-reaktive Tinten, fluoreszierende Fasern und unter UV-Licht sichtbare Codes. Unter UV-Licht bestätigt das System, dass alle Merkmale vorhanden und korrekt platziert sind. Daher lässt sich die Prüfung bei voller Liniengeschwindigkeit in die Etikettierstation integrieren.
Dokumenten- und Banknotenprüfung
Hochsicherheitsdokumente verwenden komplexe UV-fluoreszierende Muster. Diese sind ohne die originalen Tintenrezepturen nur schwer zu reproduzieren. Daher verifiziert die UV-Bildverarbeitung das Vorhandensein und Muster dieser Merkmale. Infolgedessen sortiert sie gefälschte oder manipulierte Dokumente in automatisierten Systemen aus.
Prüfung von Klebstoffen, Dichtstoffen und Beschichtungen
Viele Klebstoffe und Beschichtungen enthalten UV-fluoreszierende Additive. Daher kann deren Vorhandensein und Abdeckung durch UV-Bildverarbeitung verifiziert werden. Dies geschieht nach dem Auftrag und vor der Montage. Dadurch werden Defekte erkannt, bevor sie kostspielig werden.
Vorhandensein und Kontinuität von Kleberaupen.
Strukturklebstoffe müssen kontinuierlich und korrekt platziert sein. Sie werden auf Karosserieteile, Türdichtungen und geklebte Baugruppen aufgetragen. Unter UV-Licht wird die gesamte Kleberaupe deutlich abgebildet. Daher misst der Algorithmus die Raupenbreite und findet Lücken oder Aussetzer. Er bestätigt auch, ob die Raupe innerhalb die Positionstoleranz liegt.
Verifizierung von Dichtungs- und Vergussmassen.
Dichtungsmassen können ebenfalls ein UV-Additiv enthalten. Daher bestätigt die UV-Bildverarbeitung die Dichtungsmasse auf kritischen Dichtflächen. Fehlende oder falsch platzierte Dichtungsmasse wird erkannt, bevor die Verbindung hergestellt wird. Dadurch werden aufwendige Demontagen und Nacharbeiten vermieden.
Design und Integration von UV-Beleuchtungen
UV-Systeme erfordern eine sorgfältige Auslegung für einen zuverlässigen, stabilen und sicheren Betrieb. Drei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit: das Wärmemanagement, die Kamerafilter und die Sicherheit des Bedieners.
Anforderungen an Kamerafilter
Die Fluoreszenz-Bildaufnahme benötigt einen Filter auf dem Objektiv. Ein Langpassfilter oder Bandpassfilter blockiert das anregende UV-Licht. Daher lässt er nur die sichtbare Fluoreszenzemission passieren. Ohne Filter überlagert das reflektierte UV-Licht das schwächere Signal. Für 365 nm wird eine Cut-on-Wellenlänge von 400 bis 420 nm verwendet. Für 395 nm ist eine Cut-on-Wellenlänge von 420 bis 450 nm erforderlich. Das optische Filterzubehör von RODER Vision komplettiert das System.
Sicherheit des Bedieners
UV-Strahlung bei 365 nm und 395 nm kann bei dauerhafter Exposition Augen und Haut schädigen. Daher werden UV-Beleuchtungen üblicherweise in geschlossenen Kabinen installiert. Dies schließt eine Exposition des Bedieners während des Betriebs aus. Wenn die Schutzabdeckungen für die Einrichtung geöffnet sind, ist eine UV-Schutzbrille erforderlich. Die UV-Beleuchtungen von RODER Vision entsprechen der CE-Kennzeichnung für elektrische und optische Sicherheit.
Beleuchtungsfamilien von RODER Vision für UV-Anwendungen
Die unten aufgeführten Familien unterstützen die UV-Lecksuche, die Sicherheits- und die Klebstoffprüfung. Jede ist mit 365-nm- oder 395-nm-LEDs erhältlich. Daher richtet sich die richtige Wahl nach der Geometrie und dem Fluorophor.
Serie DL6 — Matrixbeleuchtungen mit hoher Dichte
Hochdichte Matrix mit MCCD©-Treiber und thermischer HTTM©-Regelung. Daher eignet sie sich für die flächige UV-Prüfung von Kleberaupen und Sicherheitsmerkmalen über ein großes Feld.
Serie DC6 — Hochdichte Ringbeleuchtungen
Hochdichte Ringbeleuchtung mit gleichmäßiger Ausleuchtung um das Objektiv. Daher eignet sie sich für die UV-Lecksuche und die Etiketten-Authentifizierung auf Bauteilen. Erhältlich in 365 nm und 395 nm.
Serie DL5 — Hochintensive Matrix-Beleuchtungen
Hochintensive Matrix, die eine starke UV-Bestrahlungsstärke liefert. Daher regt sie schwache Fluorophore an und unterstützt kurze Belichtungszeiten. Nützlich, wenn die Leistung bei 365 nm maximiert werden muss.
Serie FD2 — Flachdom-Beleuchtungen
Flachdom-Beleuchtung für eine gleichmäßige, diffuse Anregung. Daher eignet sie sich für die UV-Prüfung gekrümmter oder reflektierender Teile. Sie vermeidet Hotspots auf glänzenden Klebstoff- und Beschichtungsoberflächen.
Die richtige Wahl hängt von der Aufgabe und der Geometrie ab. Für großflächige Kleberaupen ist die DL6-Matrix führend. Die Bauteil-Lecksuche eignet sich stattdessen für die DC6-Ringbeleuchtung. Schwache Fluorophore erfordern die DL5, welche die Bestrahlungsstärke maximiert. Gekrümmte Teile bevorzugen die FD2-Kuppelbeleuchtung, die eine gleichmäßige Anregung bietet. In jedem Fall stellt RODER Vision passende optische Filter und technische Unterstützung zur Verfügung. Definieren Sie daher zuerst das Fluorophor, die Wellenlänge und die Geometrie und wählen Sie dann die passende Beleuchtung.
Häufig gestellte Fragen
365 nm regt eine breite Palette von Fluorophoren an, weist jedoch eine geringere LED-Effizienz auf, weshalb ein sorgfältigeres Wärmemanagement erforderlich ist. 395 nm ist effizienter und heller, aber teilweise sichtbar. Daher erfordert 395 nm einen Kamerafilter, um das Anregungslicht zu blockieren.
Eine geringe Menge an UV-fluoreszierendem Farbstoff wird der Flüssigkeit oder dem Gas zugesetzt, typischerweise 0,1 bis 0,5 Prozent. Das System wird unter Druck betrieben, danach wird die Außenseite unter UV-Licht erfasst. Der ausgetretene Fluoreszenzmarker fluoresziert intensiv, sodass selbst ein einzelner Tropfen vor dem dunklen Hintergrund erkannt wird.
Der Filter blockiert die UV-Anregung und lässt nur die sichtbare Fluoreszenz passieren. Ohne ihn überlagert das reflektierte UV-Licht das schwächere Signal. Verwenden Sie für 365 nm einen Langpassfilter mit einem Cut-on-Wert bei 400 bis 420 nm. Verwenden Sie für 395 nm einen Filter mit 420 bis 450 nm, um den stärkeren Hintergrund zu blockieren.
UV-Strahlung bei 365 nm und 395 nm kann bei dauerhafter Exposition Augen und Haut schädigen. Daher werden UV-Beleuchtungen üblicherweise in geschlossenen Kabinen installiert, was eine Exposition während des Betriebs ausschließt. Für die Einrichtung bei geöffneten Schutzhauben ist eine UV-Schutzbrille erforderlich, und die RODER-Geräte tragen das CE-Kennzeichen.

Möchten Sie Hilfe bei der Auswahl des richtigen Produkts?
Kontakte & Informationen
Kontakt für allgemeine Informationen: info@roder.it
Partner für System- und Sensorintegration: www.roder.it
RODER Geschäftsbereich Industrielle Bildverarbeitung: www.visiotronix.com
RODER Geschäftsbereich Messtechnik: www.innovacheck.com
Weitere Informationen über VISIOTRONIX: über uns
Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich Informationszwecken. Obwohl sie mit größter Sorgfalt erstellt wurden, stellen sie kein vertragliches Angebot und keine verbindliche Lieferverpflichtung dar. Sie können Übertragungs-, Übersetzungs- oder Tippfehler enthalten. Für präzise und aktuelle Informationen wenden Sie sich bitte direkt an unser Unternehmen.
Bitte beachten Sie: Einige Bilder auf dieser Website wurden absichtlich mittels Künstlicher Intelligenz (KI) generiert. Dies liegt daran, dass es bei vielen Anwendungen und Projekten aufgrund von Vertraulichkeitsvereinbarungen, Vertragsklauseln und Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) nicht möglich ist, Fotografien der tatsächlichen Anlage oder des Systems zu veröffentlichen.




